Daniel im eBusiness-Podcast: Community Management, Social Media und der BVCM

Heute hat mich Thomas Schmidt für seinen eBusiness-Podcast interviewt. Gesprochen haben wir rund 30 Minuten über die Themen Community Management, Social Media und natürlich auch den Bundesverband Community Management.

Aufgenommen wurde das Ganze (ungeschnitten) via Skype, also quasi “live” – ohne Netz und doppelten Boden. Für mich persönlich gleichzeitig mein erster Podcast, insofern also direkt ein Premiere im neuen Jahr…

Nachfolgend noch ein kleiner Überblick über die einzelnen Themen, in etwa chronologisch nach dem Gesprächsverlauf geordnet:

Themenblock: Daniel Langwasser und Community Management

  • Daniel Langwasser und sein Weg zum Thema Community Management ;-)
  • Was ist Community Management? Definition des Begriffs
  • Abgrenzung bzw. Überschneidung zum Customer Relationship Management (CRM)
  • Werkzeuge des Community Managements, welche Rolle spielen dabei Social Media und Soziale Netzwerke
  • Gibt es grundsätzliche Unterschiede im CM für B2B und B2C? Oder sind die grundlegenden Konzepte die gleichen?
  • Wie lässt sich Erfolg im Community Management messen, quantitativ wie qualitativ

Themenblock: Bundesverband Community Management (BVCM)

  • Warum ist ein Bundesverband notwenig, welche Ziele verfolgt er?
  • Wie viele Mitglieder und wer sind die Mitglieder (z.B. Firmen oder Einzelmitglieder, eher Agenturen oder Anwender)?
  • Wie können sich Mitglieder / Interessenten einbringen?
  • Konkrete Arbeiten oder Projekte?
  • Gibt es Veranstaltungen in 2012?
  • Wohin kann man sich wenden, wenn man Interesse an einer Mitarbeit hat?

eBusiness Podcast zum Thema Community Management
Anhören könnt ihr euch den Podcast direkt unter dem nachfolgenden Link (Dauer: ca. 37 Minuten):

Leider ist das iPhone-Headset in Verbindung mit Skype nicht die beste Wahl gewesen. Da bessere ich demnächst mal nach. Den begleitenden Artikel von Thomas gibt es direkt auf der Website zum eBusiness Podcast

Ich freue mich auf euer Feedback und natürlich auch über den ein oder anderen Like, Share oder Tweet! Fragen beantworte ich wie immer jederzeit gerne!

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Social Media Spam: Bezahlte Postings sollen zukünftig automatisiert erkannt werden

Unerwünschte Beiträge, generell als Spam bezeichnet, sind ein Problem. Hautnah spür- und erfahrbar zumindest für jeden E-Mail Nutzer. Aber auch in sozialen Netzwerken, allen voran Bewertungsplattformen, Facebook-Pages oder Ratgeberforen, werden Inhalte veröffentlicht, die man als unerwünscht qualifzieren kann: verdeckte Werbung, gefakte Produktbewertungen, Stimmungsmache gegen Mitbewerber etc. Stichwort: Social Media Spam.

Bezahlte Beiträge: Ein eigener Geschäftszweig
Dass hinter diesen Beiträgen eine richtige Industrie steckt, ist quasi ein offenes Geheimnis. Das Community Management kämpft dabei an vorderster Front, um die Plattformen so sauber wie möglich zu halten. Verständlicherweise, leben doch gerade Bewertungsplattformen oder Themencommunitys von ihrer Glaubwürdigkeit. Wird diese dauerhaft untergraben, ist das Geschäftsmodell gefährdet.

Gegenstand der Studie: Automatisierte Erkennung von unterwünschten Inhalten
Was bisher durch die Administratoren, Social Media Verantwortlichen und natürlich Community Manager meist in mühevoller Handarbeit, teilweise zumindest unterstützt von Technik, herausgefiltert wird, soll zukünftig automatisiert erkannt werden. Dies hat sich zumindest ein Forscherteam von der Universität in Victoria in der kanadischen Provinz British Columbia auf die Fahnen geschrieben:

We initiate a systematic study to help distinguish a special group of online users, called hidden paid posters, or termed “Internet water army” in China, from the legitimate ones.

Basis der Studie sind Analysen des Verhaltens (offensichtlich) bezahlter Beitragsschreiber in zwei großen chinesischen Foren. Eine Erkenntnis: Bezahlte Beitragsschreiber legen ein anderes „Postingverhalten“ an den Tag, als der normalersterbliche Nutzer. So ist nach Erkenntnissen der Forscher beispielsweise die Postingfrequenz vergleichsweise hoch und es werden bevorzugt neue Threads eröffnet und seltener in bestehenden Threads geantwortet. Da die Arbeit faktisch nach Akkord bezahlt wird, werden auch Passagen häufiger wiederverwendet, sprich es wird verstärkt Copy & Paste genutzt. Auch die Bestands- bzw. Nutzungsdauer der einzelnen Accounts ist vergleichsweise kürzer.

Vergleichsweise hohe Trefferquote: > 88%
Die am 18.11.2011 unter dem Titel Battling the Internet Water Army: Detection of Hidden Paid Posters veröffentlichten Erkenntnisse sind nicht der erste Versuch, missliebige Spammer und deren Beiträge zu identifizieren. Interessant an der aktuellen Studie ist vor allem die Trefferquote, basierend auf semantischen Analysen, welche die Forscher mit einer Genauigkeit von bis zu 88,79% angeben. Zum Vergleich: Vorhergehende Studien kommen nach Aussage der Forscher nur auf eine Trefferquote um die 50%. Oder klarer ausgedrückt: Kommissar “Zufall” hat eine ähnliche hohe Zuverlässigkeit. Anzumerken ist allerdings, dass die untersuchte Grundgesamtheit in der vorliegenden Studie aus lediglich 775 Usern und knapp 22.000 Beiträgen bestand.

Im nächsten Schritt ist eine weitere Verfeinerung und Erweiterung der Systematik geplant:

As future work, we plan to further improve our detection system and extend our research to other relevant areas, such as network marketing.

Spam-Erkennungssoftware für jedermann?
Ob und in welcher Form aus dieser Studie ein marktreifes Produkt in Form einer “Spam-Erkennungssoftware” entstehen kann und soll, steht bisher in den Sternen. Zum aktuellen Zeitpunkt ist die Studie aber zumindest mit dem Prädikat „lesenswert“ für alle Community & Social Media Manager zu versehen, die ihre eigene Trefferquote beim Kampf gegen die Spammer gerne erhöhen würden.

Wer die Ergebnisse gerne im Original sichten und bewerten möchte, kann die 10-seitige Studie auf der folgenden Seite herunterladen:

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Professionelles Community Management mit Software-Unterstützung: Das Basecom Community Cockpit

Im Rahmen verschiedener Veranstaltungen konnte ich bereits den ein oder anderen Einblick in das “Basecom Community Cockpit” werfen dürfen, mit dem das Community Management Team den Überblick über aktuell rund 500.000 Mitglieder – u.a. auf OS-Community.de – behält.

Da mich die professionelle Ausrichtung des Basecom-Teams und die selbstentwickelte Software-Lösung wirklich beeindruckt hat, habe ich den (strategischen) Community Manager von Basecom Florian Stöhr kurzerhand gebeten, das Community Cockpit hier im Community Management Blog vorzustellen und zusätzlich auch ein paar Worte zum internen “Bestrafungssystem” zu sagen. An dieser Stelle vielen herzlichen Dank an Florian und das gesamte Basecom Community Management Team: Sehr beeindruckend, macht weiter so!


Nutzerakte: Alle Informationen auf einen Blick

Jeder Nutzer hat in seinem Profil eine nur für die Administratoren einsehbare „Akte“. Hier kann man sich einen Überblick über all seine Aktivitäten auf der Plattform verschaffen, zum Beispiel wem er wann welchen Gästebucheintrag geschrieben hat oder mit welchen Kommentaren und Forenbeiträge er sich bislang an der Community beteiligt hat. Außerdem gibt es eine detaillierte Auflistung aller bisherigen Bestrafungen, anderer Adminaktionen (z.B Geburtsdatumsänderungen) und der Beschwerden von und über den Nutzern mit Reaktion (bestätigt / abgelehnt / offen).

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Eine eigene Domainendung für jedermann? Ab Januar 2012 kommen die neuen generischen Top-Level-Domains (gTLD)

Nach langwierigen Diskussionen sollen sie ab Januar 2012 doch eingeführt werden, die so genannten „New Generic Top Level Domains“ (gTLD). Ich hatte vor kurzem das Vergnügen, mich durch das 350 Seiten umfassende Regelwerk “Applicant Guidebook” lesen zu dürfen und bin sehr gespannt, ob und was sich durch die Einführung ändern wird.

Nach Second-Level jetzt auch Top-Level
Bisher war es Privatpersonen und Unternehmen nur möglich, so genannte Second-Level-Domains zu registrieren. Unter Second-Level versteht man dabei die Zeichenfolge vor der Domainendung. D.h. am Beispiel von „langwasser.de“ ist „langwasser“ die Second-Level-Domain und „.de“ die zugehörige Top-Level-Domain (TLD) oder auch Domainendung. Von letztgenannten gibt es bisher rund 230, wobei mit einer Anzahl von rund 200 der Großteil so genannte Country-Code-TLDs sind wie „.de“ für Deutschland. Daneben gibt es noch 22 generische TLDs, von denen .com wohl die bekannteste sein dürfte.

War die Entscheidung und Einführung neuer gTLDs bisher primär Sache der ICANN (Internet Corporation for Assigned Names and Numbers), soll ab 12. Januar 2012 auch für Unternehmen, Organisationen oder Institutionen die Möglichkeit bestehen, eine „eigene“ gTLD zu beantragen. Mittelfristig geht man bei der ICANN von einigen hundert neuen Domainendungen aus, in der ersten Runde sollen allerdings maximal rund 900 neue gTLDs zugeteilt werden.

Privatpersonen und kleine Unternehmen bleiben außen vor
Wer sich als Privatperson jetzt schon auf eine eigene Domainendung a la .meier gefreut hat, wird leider enttäuscht: Privatpersonen können keinen Antrag stellen. Aber auch für kleinere Firmen dürfte der Weg zu einer eigenen gTLD wohl verschlossen bleiben. Neben der durchaus stattlichen Antragsgebühr von US$185.000 muss der Antragsteller auch einen rund 50 Punkte umfassenden Antragskatalog durcharbeiten und die organisatorischen, technischen und finanziellen Voraussetzungen zum dauerhaften Betrieb einer gTLD nachweisen. Insgesamt gehen Experten von einer Anlaufinvestion in Höhe von rund US$400.000 bis zu US$1.000.000 pro gTLD aus. Dazu kommt, dass man bei erfolgreichem Antrag auch die Verpflichtungen eines Registrars zur Verwaltung der neuen gTLD übernimmt. Neben jährlichen Lizenzkosten in Höhe von US$75.000 US$25.000, die an die ICANN zu zahlen sind, werden auch mindestens einige zehntausend Euro in die technische Infrastruktur fließen müssen.

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Der Community Management Blog sieht irgendwie anders aus …

Dem ein oder anderen ist es vielleicht aufgefallen, dass der Community Management Blog seit heute etwas ungewohnt aussieht. Ja, das ist so. Und sogar die URL hat sich geändert, auch wenn der Blog zusätzlich weiterhin und dauerhaft über die gewohnte Adresse www.community-management.de erreichbar ist.

Und warum?
Tja, gute Frage. ;-) Spaß beiseite: Seit 3,5 Jahren bin ich jetzt hauptberuflich selbstständig und blogge seit 3 Jahren – mehr oder weniger regelmäßig – rund um das Thema Community Management. Das war gut so und wird weiterhin auch im Fokus stehen. Die Betonung liegt allerdings auf “auch”. Neben meinem Schwerpunkt im Bereich Management und Aufbau von Communitys bin ich seit gut einem Jahr auch wieder stärker im Bereich Online-Medien unterwegs, hier primär im Bereich technische Konzeption und Requirements Engineering. Vor diesem Hintergrund beschäftigen mich natürlich verstärkt  auch Themen jenseits von Community Management, die ich allerdings nicht so wirklich im Community Management Blog unterbringen konnte. Denn wo groß Community Management draufsteht, sollte eben auch (ausschließlich) dieses Thema drin sein.

Wie geht es weiter?
Die Überlegungen gingen von einem zweiten Blog bis hin zu einer Erweiterung des Themenspektrums im Community Management Blog. Das Ergebnis der Überlegungen seht ihr hier: Künftig blogge ich direkt auf meiner Agentur-Website www.langwasser.de, weiterhin natürlich über Community Management und Community Manager, aber zusätzlich auch über das ein oder andere Thema aus dem erweiterten Online-Umfeld. Alle Artikel, Kommentare undVerlinkungen aus dem Community Management Blog bleiben natürlich erhalten, finden sich aber zukünftig hier auf langwasser.de. Ich bin gespannt, wie sich die Idee entwickeln wird und freue mich weiterhin auf viele Leser und Kommentare.

P.S.
In Kürze dürfen wir gemeinsam einen Blick hinter die Kulissen der Community Management Software von Stayblue (www.os-community.de) werfen. Ohne zu viel zu verraten: Da sind Profis am Werk!

P.P.S.
Die bisherigen Feedabonnenten werden quasi zwangsverhaftet und bekommen weiterhin alle Themen aus dem Blog in ihren Feedreader. Wer so gar nicht möchte und sich ausschließlich für Updates zum Thema Community Management interessieren, kann natürlich alternativ auch einfach die Kategorie “Community-Management” abonnieren. Wie das geht, erkläre ich bei Interesse gerne per E-Mail.

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